Die Oscars 2026 haben (mal wieder) starke Filme ignoriert

Huuuhuuu.. da bin ich wieder. Grund für’s „COMEBACK“ vom Ernst? Heuer hab ich mich mit den Oscars 2026 wieder mal so meine liebe Not. Und da verschafft man sich mit einem Blog so eher Gehör.

Ich habe die Liste der Snubs durchgeschaut und dabei weniger Ärger gespürt als eine gewisse Müdigkeit. Fast so, als würde die Academy verlässlich dort wegschauen, wo es interessant wird. The Testament of Ann Lee mit Amanda Seyfried klingt nach einer Rolle, in der sich jemand komplett auflöst. Black Bag wiederum setzt auf Misstrauen, auf Blicke, auf Sätze mit doppeltem Boden. Ich mag sowas sehr.

Noch mehr beschäftigt mich, dass Die My Love, Jay Kelly und Nuremberg offenbar genau das geliefert haben, was man sonst immer einfordert, Tiefe, Risiko, starke Darsteller, keine billigen Effekte. Und trotzdem hat es nicht gereicht. Vielleicht weil diese Filme nicht laut genug um Aufmerksamkeit gebettelt haben. Oder weil sie zu unbequem waren, das kann schon sein.

Bei Eddington, No Other Choice und Mickey 17 wird es fast schon traurig vorhersehbar. Sobald ein Film schräg, politisch oder formell eigen ist, wird er rasch an den Rand gestellt. Ich finds schade. Kino darf ja mehr sein als nur sauber ausgezeichnete Mittelmäßigkeit.

Falls sich noch wer fragt, warum sich keiner mehr für die Oscars interessiert. Deswegen!